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Gerätetechnik


Die Gerätetechnik ist ein sehr breit gefächertes Themengebiet, welches zunehmend an Bedeutung gewinnt. In diesem Blog wollen wir uns vor allem den Bereich der Hausgerätetechnik (weiße Ware) genauer anschauen. Doch womit beschäftigt sich die Gerätetechnik und was versteht man zum Beispiel unter dem Begriff „weiße Ware“? Diese und viele weitere Fragen werden in diesem Blog beantwortet.

Allgemeines

Im Mittelpunkt der Gerätetechnik steht die Entwicklung, Konstruktion und Realisierung von Baugruppen und Geräten. Sie ist ein ingenieurwissenschaftliches und interdisziplinäres Fachgebiet. Zu den bedeutendsten Teilgebieten gehört die Elektrotechnik, die Mechanik oder auch die Optik. Die Gerätetechnik wird im Allgemeinen nach den wesentlichen Gerätekomponenten (z.B.: elektronische Gerätetechnik) und nach dem Anwendungsgebiet (z.B: Hausgerätetechnik) unterteilt.

Die Energietechnik, Antriebstechnik, Nachrichtentechnik, Automatisierungstechnik oder die elektronische Gerätetechnik lassen sich der Elektrotechnik zuordnen.

In diesem Artikel wollen wir jedoch vermehrt auf die Hausgerätetechnik eingehen.

Was sind Haushaltsgeräte und was versteht man unter „weißer Ware“?

Haushaltsgeräte sind mechanische oder elektrische Geräte, welche im Privathaushalt Anwendung finden. Bei Küchengeräten sprechen Fachleute von „weißer Ware“. Die Bezeichnung hat jedoch nichts mit der Farbe der Geräte zu tun, sondern vielmehr mit dem Einsatzzweck der Ware. Die weiße Ware umfasst Großgeräte wie Geschirrspüler, Waschmaschinen und Kühlschränke sowie elektrische Kleingeräte. Nicht mehr in die Kategorie der Haushaltsgeräte fallen Geräte der Unterhaltungselektronik. Sie gehören zur sogenannten „braunen Ware“. Hierzu gehören Geräte wie Fernseher, Radio und Hi-Fi-Geräte. Ein weiterer Einteilungsbereich ist die „graue Ware“. Hierunter fallen Geräte der Informations- und Kommunikationselektronik.

Die Entwicklung der weißen Ware hat gerade in den letzten Jahren einen großen Fortschritt erfahren. Heute muss alles immer schneller, besser, einzigartiger oder langlebiger sein. Früher diente der Kühlschrank zum Beispiel ausschließlich zur Aufbewahrung von Lebensmitteln. Heute sind smarte Kühlschränke mit WLAN, Kameras und eingebauten Tablets ausgestattet. Einige Haushaltsgeräte lassen sich heute als Connectivity-Geräte bezeichnen. Dies sind Geräte, die mit IT Geräten oder dem Internet verknüpft sind. So können Geräte der weißen Ware heute auch der grauen Ware zugeordnet werden. Ein gutes Beispiel ist der Kühlschrank, welcher früher ausschließlich der weißen Ware zugeordnet wurde, heute jedoch durch seine Multifunktionalität auch als ein Repräsentant der braunen Ware gesehen werden kann.

Smarte weiße Ware

Der Smart-Home-Bereich ist in den letzten Jahren rasch angestiegen. Das lag besonders an Geräten der Unterhaltungselektronik, Heizungen oder Überwachungskameras. Doch nun ist die Küche zum Lebensmittelpunkt im Haus geworden und Geräte wie Kühlschränke, Herde, Backöfen oder Kaffeemaschinen werden immer smarter.

Der smarte Kühlschrank

Der smarte Kühlschrank ist ein intelligentes und vernetztes Gerät, das neben dem Kühlen noch weitere Funktionen besitzt. Viele Kühlschränke sind heute über das WLAN mit einem Smartphone oder Tablet verbunden. Dadurch lässt sich zum Beispiel der Stromverbrauch regulieren. Ein großer eingebauter Touchscreen übernimmt überwiegend Unterhaltungsfunktionen, soll aber auch die klassische Pinnwand ersetzen. Einige Unterhaltungsfunktionen sind zum Beispiel ein Kalender, das Aufrufen von Nachrichten, Wettervorhersagen, Musik oder das Streamen von Serien. Integrierte Kameras sind weitere wichtige Neuerungen, über die jeder smarter Kühlschrank verfügen sollte. Diese Kameras senden regelmäßig Bilder auf den Monitor oder die App. So kann sogar während des Einkaufs geprüft werden, was noch alles eingekauft werden muss. Zudem können smarte Kühlschränke das Verfallsdatum der Lebensmittel kontrollieren und dem Verbraucher Rezepte mit den vorhandenen Lebensmitteln, die sich im Kühlschrank befinden, vorschlagen. Der smarte Kühlschrank lässt sich zumeist auch per Sprachbefehl steuern.

Insgesamt bieten die smarten Kühlschränke von heute einige Vorteile für den Verbraucher. Sie bieten neben der Technik, auch Vorteile in der Organisation des Alltags. Sie dienen als Gedächtnisstütze oder verhindern den Verfall von Lebensmitteln. Klar ist jedoch auch, dass die Preise für einen smarten Kühlschrank deutlich über den der normalen Kühlschränke sind und es somit nicht unbedingt für jeden finanzierbar ist.

Die smarte Waschmaschine

Ein weiteres Gerät, dass zu der weißen Ware gehört ist die Waschmaschine. Auch die smarten Waschmaschinen verfügen über eine Vielzahl an Funktionen, die den Verbrauchern Vorteile bringen. Sie sollen zum einen Geld und Zeit sparen und zum anderen den Komfort und die Lebensqualität erhöhen. Smarte Waschmaschinen sind mit dem WLAN verbunden und lassen sich, genau wie die smarten Kühlschränke auch, vom Tablet oder dem Smartphone aus steuern. Dies ermöglicht das An- und Abschalten der Waschmaschine von unterwegs aus. Außerdem kann der Waschvorgang von unterwegs aus abgebrochen werden und der Verbraucher kann auf Statusänderungen reagieren. Durch diese Möglichkeit kann der Verbraucher vor allem den Energieaufwand senken. Ein Beladungssensor in der Waschmaschine ermittelt das Gewicht der Wäsche in der Trommel, um so die Wassermenge anzupassen. Die Dauer des Waschvorgangs kann dadurch ebenfalls optimiert werden. Die smarte Waschmaschine informiert den Verbraucher unter anderem sobald der Waschvorgang beendet ist oder wenn das Waschmittel ausgegangen ist. Eine weitere wichtige Funktion der smarten Waschmaschine ist die „AddWash“-Funktion. Vergisst der Verbraucher ein Kleidungsstück in die Waschmaschine zu packen, so ist durch eine markante Klappe oben am Trommel-Fenster, das spätere hinzufügen von diesem Kleidungsstück kein Problem mehr.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass auch die smarte Waschmaschine den Verbrauchern einige Vorteile bringen kann. Die wichtigsten Vorteile sind das Sparen von Energie, Zeit und Geld.

Das smarte Kochfeld

Auch in Sachen Kochfeld hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Moderne Kochfelder bieten deutlich mehr Flexibilität als das klassische Keramikkochfeld. Sie verfügen über einen Touchdisplay, welches die Bedienung für den Verbraucher im Wesentlichen erleichtert. Neben vielen tollen Designs, besitzen smarte Kochfelder aber auch einige nützliche Funktionen. Eine ist zum Beispiel das automatische Erkennen der Größe und Position des Topfes. Dadurch ist eine flexible Nutzung der freien Kochzone möglich. Hierfür befinden sich viele kleine Mikro-Induktoren unter der Herdplatte, die variabel zusammengeschaltet werden. Es können mehrere kleine Töpfe gleichzeitig oder auch große Töpfe und Bräter erhitzt werden. Temperatursensoren im Kochfeld erhöhen den Komfort und sorgen immer für die optimale Temperatur im Kochgeschirr. Eine weitere wichtige Funktion, die einige smarte Kochfelder bieten, ist das Ausschalten des Kochfeldes beim Erreichen der gewünschten Kochzeit. Dies verhindert die Entstehung von verbranntem Essen. Mit der Stop & Go-Funktion von einigen smarten Kochfelder lassen sich alle Kochzonen für einen Moment ausschalten. Sollte es zum Beispiel an der Tür klingeln, bietet diese Funktion einen großen Vorteil. Connectivity Kochfelder können zudem mit der Dunstabzugshaube verbunden werden. Die Dunstabzugshaube erkennt das Geschehen auf dem Kochfeld und passt ihre Leistung entsprechend an. Sie arbeiten mit Sensoren, die die Gebläseleistung automatisch den Bedarf anpassen können. Es gibt heutzutage auch schon Kochfelder, die über eine integrierte Dunstabzugshaube verfügen.

Dies sind die wesentlichen Funktionen von smarten Kochfelder. Sie bieten einige Vorteile und können für den Koch eine große Hilfe sein. In naher Zukunft sind mit Sicherheit weitere Entwicklungen zu erwarten.

Der smarte Backofen

Wie eigentlich alle smarten Geräte lässt sich auch der Backofen per Smartphone oder Tablet steuern. So kann der Ofen von unterwegs aus an- oder abgeschaltet werden und somit das Essen aus der ferne zubereitet werden. Der Verbraucher bekommt alle Informationen über den Status des Backofens auf das Smartphone mitgeteilt. Teilt der Verbraucher dem Ofen das Gericht mit, so kann der Ofen automatisch für die richtige Temperatur oder Garzeit sorgen. Nach Erreichen der Garzeit schaltet sich der Ofen automatisch aus und der Verbraucher bekommt eine Nachricht auf sein Smartphone. Verbrannte Lebensmittel, die zu lange im Backofen waren, gehören so der Vergangenheit an. Auch Rezepte können vom Ofen vorgeschlagen werden.

Insgesamt bietet auch der smarte Ofen einige nützliche Funktionen und erleichtert dem Verbraucher den Umgang in der Küche.

Schaden smarte Haushaltsgeräte der Umwelt?

Internetfähige Haushaltsgeräte sollen das Leben einfacher und bequemer machen, sie werden immer beliebter, doch sind diese Geräte nicht auch mit Risiken verbunden?

Die Zukunft des intelligenten Wohnens liegt wesentlich im Bereich der technischen Neuerungen der Haushaltsgeräte. Smarte Geräte dienen vor allem für weiteres Wirtschaftswachstum. Doch sie sind nicht nur mit Vorteilen versehen. Vernetzte Haushaltsgeräte verbrauchen vergleichsweise viel Strom. Viele Geräte verbleiben im Stand-by-Modus, damit sie jederzeit angesteuert werden können. Die Stromrechnung kann so um bis zu 100 Euro pro Jahr steigen. Des Weiteren ist der Ressourcenverbrauch ein weiterer Nachteil von smarten Geräten. Die Nutzungsdauer wird durch unter anderem die Updatefähigkeit, Virenanfälligkeit oder durch die Vereinbarkeit mit anderen Geräten erheblich gesenkt. Die Folgen auf die Umwelt werden zunächst außer Acht gelassen. Experten fordern deshalb strenge europäische Ökodesign-Vorgaben und mehr Transparenz für Verbraucher.

Bis 2020 sollen sich mehr als 30 Millionen vernetzte Geräte in Privathaushalten befinden, bis 2025 ist europaweit sogar mit 1,7 Milliarden vernetzten Haushaltsgeräten zu rechen. Seit dem 25. Mai 2018 verpflichtet die Europäische Datenschutz-Grundverordnung Hersteller smarter Haushaltsgeräte zur Einhaltung der neuen Datenschutz-Richtlinien. Dadurch wird die unrechtmäßige Verwendung von privaten Daten an Dritte verhindert. Sie schützt vor allem das Vertrauen der Verbraucher in smarte Haushaltsgeräte. Um den Umweltfaktor zu berücksichtigen und somit einen weiteren möglichen Nachteil von smarten Geräten entgegenzuwirken, trat am 15. August 2018 das reformierte Elektrogesetz in Kraft. Dies ist ein Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten, beziehungsweise von allen Produkten mit elektrischen oder elektronischen Funktionen.

FAZIT

In den letzten Jahren hat sich die Hausgerätetechnik, besonders die weiße Ware, enorm weiterentwickelt. Heutige Geräte verfügen über vielmehr als nur die „Standard-Funktion“. Ein Kühlschrank kann heute viel mehr als nur die Lebensmittel kühlen, ein Kochfeld kann mehr als nur zum kochen dienen, eine Waschmaschine kann mehr als nur für saubere Wäsche zu sorgen. Die smarten Geräte machen unser Leben um einiges einfacher und bequemer. Sie sind jedoch recht kostspielig und sind auch nicht wirklich umweltfreundlich. Das Potential ist in dieser Branche aber enorm und kann sich sehr vielversprechend auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Lange waren viele Technologien noch nicht ausgereift, es gab viele verschiedene und nicht kompatible Anwendungen. Viele Menschen wussten nicht, inwiefern die vernetzten Geräte einen Mehrwert darstellen. Aktuell kündigen gleich einige Hersteller die Ausweitung ihrer Smart-Home-Systeme auf noch mehr Geräte an. Die Umwelt soll bei all diesem Potential jedoch nicht vernachlässigt werden. Hier sind noch einige weitere Reformen notwendig.

HTPD verfügt über ein ausgezeichnetes „Know-How“ im Bereich der Gerätetechnik und konnte schon einige Projekte erfolgreich abschließen. Mit Hilfe der modernsten Engineering- und Projektmanagement-Tools unterstützen HTPD-Experten Sie in allen Entwicklungsphasen, von der Spezifikation über die Prototypentwicklung bis zum Test.

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