Der Klimawandel: Eine Never-Ending Story oder doch?

Ausgabe März 2019

 

Der Klimawandel lässt sich inzwischen nicht mehr leugnen. In dieser Hinsicht haben vor allem die weltweiten Schülerdemonstrationen für mehr Klimaschutz in den letzten Wochen für Aufsehen gesorgt. Aber auch täglich neue Meldungen wie „Deutschland versagt beim Klimaschutz“ (06.02.19, n-tv.de), „Deutschlands CO2-Emissionen sinken-aber nicht nachhaltig“ (08.01.19, Spiegel Online) oder „Wirbelstürme werden intensiver“ (23.03.2019, Süddeutsche) lassen das Thema Klimawandel erneut aufleben.

In diesem Newsletter werde ich zunächst den aktuellen Informationsstand über den Klimawandel darstellen und anschließend der Frage nachgehen, ob wir diesen noch zu stoppen vermögen.

 

Aktueller Informationsstand

 

Die weltweit wärmsten 20 Jahre lagen alle in den vergangenen 22 Jahren. Die letzten vier Jahre waren sogar die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Deutschland verzeichneten die Meteorologen von 1881 bis 2016 einen Anstieg der Jahresmitteltemperatur um 1,4 Grad. Bis zum Jahr 2100 könnte Deutschland sich im Mittelwert insgesamt um 2,5 bis 5 Grad erwärmen. Hieran ist deutlich zu erkennen, dass die globale Erderwärmung in vollem Gange ist. Sie lässt das Eis in der Arktis und Antarktis schmelzen und Gletscher verschwinden. Dies führt zu einem Anstieg des Meeresspiegels.

Die unmittelbaren Folgen sind Sturmfluten und Überschwemmungen. Davon ist natürlich auch Deutschland betroffen, besonders Städte und Ortschaften an der Nord- und Ostseeküste. Dies alles sind nur ein paar Auswirkungen des Klimawandels.

Doch wer trägt die Schuld an der Misere? Wir sind es, die Menschen, lautet die Antwort des Weltklimarats IPCC. Und was tun wir „als Hauptschuldige“ gegen den Klimawandel?

 

Klimaziele Deutschland und der Verkehrssektor

 

Aus dem aktuellen Klimaschutzbericht 2018 geht hervor, dass Deutschland seine Klimaziele für das Jahr 2020 deutlich verfehlt. Im Jahr 2020 wird Deutschland voraussichtlich 32% weniger Treibgase ausstoßen als im Jahre 1990. Angestrebt war jedoch eine Minderung um 40%. Bis 2030 will die Bundesregierung sogar 55% der Treibhausgase eingespart haben. Um diese Ziele doch noch erreichen zu können, hat die Bundesregierung den Kabinettausschuss „Klimaschutz“ eingerichtet. Bis Ende 2019 will dieser ein Klimaschutzgesetz oder auch mehrere Gesetze verabschieden.

Ein großes Problem sehen die Verantwortlichen im Verkehrssektor. Mit 163 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr gehört der Verkehr zu den größten Klimasündern in Deutschland. Der Verkehr produziert in Deutschland sogar in etwa so viel CO2 wie 1990, Tendenz steigend. Aus diesem Grund sind hier dringend weitere Maßnahmen zu ergreifen, die den CO2-Ausstoß weiter senken sollen. Die einzelnen Autos auf den Straßen verbrauchen zwar weniger Benzin und Diesel als noch vor dreißig Jahren, dafür gibt es aber mehr Wagen auf den Straßen. Außerdem geht der Trend zum SUV, welcher vergleichsweise mehr Sprit verbraucht. Der Umstieg auf Elektro-Autos gilt als eine enorm wichtige Maßnahme zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Die deutsche Autoindustrie will bis Ende 2019 40 Milliarden Euro in E-Autos investieren. VW zum Beispiel, hat sich als Ziel gesetzt in zehn Jahren 22 Millionen E-Autos zu bauen.

Ein weiteres Ziel im Verkehrssektor ist es, den öffentlichen Nahverkehr sowie den Radverkehr massiv auszubauen und auch den Schienenverkehr zu stärken. Es gibt eine Vielzahl an weiteren Maßnahmen, welche vielseitig diskutiert werden, wie zum Beispiel eine CO2-Steuer, das Tempolimit oder Preisaufschläge beim Kauf von Autos welche viel Sprit verbrauchen. Im Energiesektor will Deutschland mit dem Ausstieg aus dem Kohlestrom deutliche Erfolge generieren.

 

FAZIT

 

Die Klimaschutzpläne werden nicht erst seit gestern diskutiert. Zwar wurden auch schon Maßnahmen ergriffen, Fakt ist allerdings, dass Deutschland in Sachen Klimaschutz in den letzten Jahren enorm nachgelassen hat. Früher galt Deutschland noch als Vorreiter beim Thema Klimaschutz, jetzt landen wir nur noch auf Platz acht innerhalb der 28 EU-Länder (Ranking des Umweltschutz-Verbandes Climate Action Network Europe vom Juni 2018).

Das europäische Parlament hat im Oktober 2018 beschlossen, die Treibhausgase bis 2020 um 55% zu senken. Dies zeigt, dass Deutschland selbst mit dem Erreichen der geplanten vierzig Prozent, die europäischen Klimaziele immer noch verfehlen würde.

Es muss definitiv mehr getan werden, um den Klimawandel zu stoppen und zwar schnell. Deutschland kommt beim Klimaschutz einfach viel zu langsam voran. Neusten Angaben zu Folge, habe sich die Regierungskommission für den Verkehrsbereich in diesen Wochen nach stundenlanger Sitzung nicht auf einen Weg einigen können, um das Klimaschutzziel für 2030 vollständig erreichen zu können. Mut macht dies nicht!

 

Ist der Verkehrssektor das Problem? Sind E-Autos die Lösung?

Wie ist ihre allgemeine Meinung zu diesem Thema?​​

Ketzer, Joel (März 2019)

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